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Adventisten in Baden-Württemberg wählen Kirchenleitung

Adventisten in Baden-Württemberg wählen Kirchenleitung

05. Mai 2021 | Kategorie: BWV

Die Landessynode (Abgeordnetenversammlung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg hat auf ihrer Tagung am 2. Mai die regionale Kirchenleitung gewählt. Die Freikirche hat im Bundesland 6.406 erwachsen getaufte Mitglieder (Stand 31.12.2020) und betreibt acht Privatschulen, ein Tagungszentrum sowie ein Seniorenhaus für betreutes Wohnen.

Pastor Eugen Hartwich (37) ist erneut Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg (Baden-Württembergische Vereinigung, BWV).  Die 167 stimmberechtigten Abgeordneten aus den örtlichen Kirchengemeinden und der Pastorenschaft wählten ihn mit 150 Ja- und 12 Nein-Stimmen. Hartwich hatte das Amt am 9. Dezember 2018 von seinem Vorgänger übernommen, der zweiundzwanzig Jahre die Kirche in dem Bundesland geleitet hatte. Zum Vizepräsidenten wurde Pastor Thomas Knirr (54) mit 137 Ja- zu 15 Nein-Stimmen und zum Finanzvorstand Helge Külls (50) mit 160 Ja- zu 2 Nein-Stimmen gewählt.

Weiter wurden Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau und Evangelisation (Thomas Knirr), Pastorenamt (Zsolt Halmi), Adventjugend (Markus Jenkner) sowie Erziehung und Bildung (Markus Witte) bestimmt. Sowohl der Exekutivausschuss als auch ein Schlichtungsausschuss wurden ebenfalls gewählt.

Zum ersten Mal fand eine solche Landessynode in einem neuen Format statt. Wegen der im Zuge der Corona-Pandemie geltenden Rechtsbestimmungen war eine geplante Präsenzveranstaltung nicht möglich. Binnen weniger Tage wurden die technischen Voraussetzungen für eine Landessynode per Videokonferenz geschaffen. „Sowohl Techniker als auch Tagungsleitung haben die neue Herausforderung exzellent bewältigt und dadurch die Durchführung und Leitung dieser Tagung ermöglicht,“ so der wiedergewählte Hartwich.

In dem für die Jahre 2021 bis 2025 geltenden Plänepapier wurden durch die Abgeordneten etliche wichtige Bausteine für die kommende Arbeit aufgenommen, wie etwa, dass sich die Freikirche in dieser Corona-Zeit besonders um die Menschen kümmern möchte, die von dieser vielschichtigen Krise betroffen sind. Darüber hinaus beschlossen die Abgeordneten, ein christozentrisches, biblisch-fundiertes, ausgewogenes Verständnis der adventistisch-prophetischen Botschaft unter den Gemeindegliedern weiterhin zu fördern. Zudem sprachen sich die Delegierten dafür aus, das Verständnis für eine saubere Hermeneutik zu stärken und Gemeindeglieder zu ermutigen, sich persönlich intensiv mit den Themen der adventistischen Identität zu beschäftigen. „Als Freikirche in Baden-Württemberg wollen wir uns proaktiv dafür einsetzen, sowohl der Verwässerung als auch der fanatischen Instrumentalisierung unserer Botschaft entgegenzuwirken“, betonte Hartwich.

Adventisten in Baden-Württemberg
In seinem Rechenschaftsbericht stellte Verwaltungsleiter Clemens Kramp fest, dass in den letzten vier Jahren die Zahl der erwachsen getauften Mitglieder in Baden-Württemberg von 6.389 auf 6.406 leicht zunahm. Vier neue Adventgemeinden wurden in Tauberbischofsheim, Burgstetten, Mannheim-Neckarstadt und Stuttgart (International) gegründet. Die Adventgemeinden Friedrichshafen, Künzelsau und Lindau wurden aufgelöst.

Die Freikirche in Baden-Württemberg ist Trägerin von acht adventistischen Bekenntnisschulen mit insgesamt 324 Schülerinnen und Schülern, die von 38 LehrerInnen betreut werden. Weitere fünf Bekenntnisschulen sind in Planung. Zur regionalen Kirchenleitung gehören auch das „Haus Lichtblick“ (betreutes Wohnen) in Gaildorf und das Tagungszentrum „Haus Schwarzwaldsonne“ in Freudenstadt.

Quelle: APD

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